Für Schwule, die im Urlaub nicht nur Tag für Tag am Strand liegen wollen, ist Barcelona in den letzten Jahrzehnten zu einem der Top-Reiseziele in Europa geworden. Barcelona hat diese perfekte Kombination aus Mittelmeerklima, Stränden in und außerhalb der Stadt, Bergen im Hinterland, sowie Kultur, Nachtleben, Sehenswürdigkeiten und Infrastruktur einer modernen europäischen Metropole.
Zu den Besonderheiten, die Barcelona einzigartig machen, gehören die gut erhaltenen Zeugnisse der katalanischen Jugendstil-Architektur (Modernisme Català), die in Barcelona vor allem mit dem Namen Antoni Gaudí verbunden ist. Unsere Tipps- und Foto-Seiten stellen einige dieser Sehenswürdigkeiten vor. Barcelona ist auch das Betätigungsfeld vieler moderner spanischer Designer, die nach dem Ende der Franco-Diktatur ihre Kreativität entfalten konnten.
Da Barcelona die Hauptstadt der autonomen Region Katalonien ist, bleiben einem auch als Tourist die Bemühungen der Katalanen um mehr und mehr Autonomie nicht ganz verborgen. Zum Beispiel verwenden einige Reiseführer noch die spanischen (kastilischen) Straßennamen, die in Barcelona allmählich aus dem Straßenbild verschwinden. Auf dieser Website verwenden wir die jetzt üblichen katalanischen Namen.
Wie auf unserer Gay Map
zu sehen ist, befindet sich das schwule Zentrum Barcelonas im Stadtteil
Eixample
(deshalb auch manchmal Gayxample genannt)
mit den meisten der
schwulen Bars,
Clubs,
Hotels,
Restaurants und
Shops in Barcelona.
Zu den schwulen Höhepunkten im Jahr gehören das Bärentreffen BEARcelona im April, Barcelona Gay Pride im Juni, das Circuit Festival im August und das internationale schwul-lesbische Filmfestival im Oktober.
Für einen Tag am Strand kann man mit dem Zug oder Auto (ca. 30 min) in den
nahegelegenen Urlaubsort
Sitges
fahren, der bei Schwulen sehr beliebt ist, vor allem im August.
Es gibt aber auch innerhalb Barcelonas einige Strände:
Platja de Sant Sebastià am Ende des Barceloneta-Viertels
mit einem gemischten Strand auf der rechten Seite, wo auch Nacktbaden möglich ist
sowie etwas weiter nördlich Platja de la Mar Bella mit einem Abschnitt,
der unter anderem auch bei Schwulen und Nacktbadern beliebt ist
Barcelona ist leider auch Europas Hauptstadt geschickter Taschendiebe. Deren Revier sind nicht nur die üblichen Touristenansammlungen, einige Diebe haben es auch speziell auf schwule Touristen auf den Straßen im Eixample-Viertel und in den Gay Clubs abgesehen. Mit einer gesunden Portion Vorsicht kann man sich aber viel Ärger ersparen. Z.B. sollte für andere nie sichtbar sein, wo man Brieftasche oder Geld hingesteckt hat. Zu offensichtliches Ansehen von Stadtplänen auf der Straße verrät einen als Tourist und damit als potenzielles nächstes Opfer.
Der prinzipielle Trick vieler Diebe besteht darin, mit der einen Hand das Opfer körperlich irgendwie abzulenken (Klopfen auf die Schulter, Rütteln am Arm oder Gürtel, Griff in den Schritt u.ä.), während mit der anderen Hand die Hosentasche ausgeraubt wird. Berührungen durch Fremde sind fast immer Indiz, dass man es mit einem Dieb zu tun hat. Barcelonesen sind normalerweise nicht so flirtfreudig, als dass sie auf der Straße gleich Körperkontakt aufnehmen würden.