Die Bauwerke von Antoni Gaudí werden in jedem Reiseführer erwähnt, warum also dann auch noch auf dieser Website? Gotische Kirchen kann man in vielen Städten finden, genauso Moscheen, alte Markthallen oder Jugendstildetails. Gaudís verspielte Architektur ist jedoch einzigartig. Selbst bei knapp bemessener Zeit in Barcelona sollte man sie sich nicht entgehen lassen.
Zwischen 1890 und 1930 war es unter den reichen katalanischen Familien Mode,
sich am Passeig de
Gràcia Häuser bauen zu lassen, vorzugsweise
im
Stil des ›Modernisme‹, der katalanischen Variante
des Jugendstils.
Gaudís romantische Casa Batlló (Foto rechts) von
1906 befindet sich am Passeig de Gràcia 43, Ecke C. d´Aragó
(Metro-Station ›Passeig de Gràcia‹).
Die etwas wuchtigere Casa Milà (Foto links) von 1910 ist am
Passeig de Gràcia 92 (Metro ›Diagonal‹) zu sehen.
Beide Gebäude können auch von innen besichtigt werden. Besonders zu empfehlen ist, auch auf das Dach der Casa Milà zu gehen.
Während des Aufstiegs Barcelonas im Zuge der Industrialisierung Kataloniens
gründeten die Bürger der Stadt eine Stiftung für eine neue Kathedrale,
die ›Temple Expiatori de la Sagrada Família‹
(Sühnekirche der Heiligen Familie), eine der ungewöhnlichsten
Basilikas in der Welt. Die Bauarbeiten begannen 1882 und werden nicht vor
2025 beendet sein.
Diese lange Zeitspanne ist nicht so überraschend, wenn man bedenkt, dass die Basilika durch Spenden finanziert wird und dass einige der bedeutendsten Kathedralen Europas über mehrere Jahrhunderte hinweg erbaut worden waren. Es lohnt sich also immer, nach Jahren zur ›Sagrada Família‹ zurückzukehren und sich die neu entstandenen Details anzusehen.
Für einige Besucher erzeugt schon jetzt das Baugerüst aus Stahl im Innern
eine mystisch-spirituelle Atmosphäre (siehe Foto links).
Gaudí war das Projekt 1883 anvertraut worden und es wurde zu seinem
Lebenswerk, bis er 1926 starb.
Seine Entwürfe sind voll von fantasievollen Formen und Ornamenten,
beeinflusst von Kubismus und Jugendstil wie auch von seiner Vorstellung
eines göttlichen Charakters der Formen in der Natur.
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Für einen Besuch sollte man Wochenenden und Feiertage vermeiden,
da dies das meistbesuchte Bauwerk in ganz Spanien ist.
Es ist auch unbedingt zu empfehlen, die Türme hoch zu fahren oder zu laufen
– also genug Zeit mitbringen!
Am besten erreicht man die ›Sagrada Família‹ über die
gleichnamige Metro-Station.
Wer lange genug in Barcelona ist und einen halben Tag erübrigen kann,
sollte sich einen Besuch des Parc Güell mit seinen Fabelwesen,
romantischen Wegen und den gewundenen Mosaikbänken von Gaudí
nicht entgehen lassen.
Auch hier sollte man die Wochenenden vermeiden, wenn man sich nicht
von Trillionen Digitalkameras nerven lassen will.
In der letzten Stunde vor Sonnenuntergang ist der Park üblicherweise
etwas weniger besucht und hat eine wunderbare, entspannte Atmosphäre.
Der Park befindet sich einige Kilometer nördlich vom Stadtzentrum,
ca. 15 min zu Fuß von der Metro-Station ›Lesseps‹ (Linie 3).
Kommt man aus der Metro-Station, muss man über die Fußgängerbrücke
über die Baustelle hinweg gehen und dann den blauen Wegweisern folgen.