Berlin Gay Guide & Map

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Weitere anstehende Partys findet ihr auch auf unserer Gay Clubs & Partys-Seite.

|  25.  –  28. Mai 2012
Karneval der Kulturen: ›Der Berliner Karneval der Kulturen reiht sich ein in die Tradition neuerer Karnevals in Europa wie dem Notting Hill Carnival in London, ist aber mit seiner Anzahl der beteiligten Nationalitäten und des breiten kulturellen Spektrums seiner Akteure weltweit einzigartig.‹
Die Karnevalsparade findet am 27. Mai (Pfingstsonntag) statt und führt vom Hermannplatz entlang der Hasenheide und Gneisenaustraße. Das Straßenfest tobt vom 25. bis 28. Juni auf dem Blücherplatz.
[ Map - Karneval der Kulturen ]
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|  2. Juni 2012
Zirkus Party: neue Gay House- und Pop-Party in Berlin, unter anderem mit DJ Rony (Köln) und Leomeo (Paris). Eintritt 10–12 €.
Ab 23:00 @ Box Gallery (ex Tape Club, Heidestraße 14) [ Map - Zirkus Party @ Box Gallery ]
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|  16.  –  17. Juni 2012
20. Lesbisch-schwules Stadtfest: von 11 bis 24 Uhr am Samstag und von 11 bis 22 Uhr am Sonntag im schwulen Kiez von Berlin-Schöneberg zwischen Motzstraße und Fuggerstraße [ Map - 20. Lesbisch-schwules Stadtfest ]
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|  20. Juni 2012
Gay Night at the Zoo: jährlich stattfindende lesbisch-schwule Swing-Party im Berliner Zoo. Mit Luci van Org, Roman Leitner-Shamov und der 55-köpfigen Big Band der BVG.
Beginn 20:30, Einlass ab 19:00 am Elefantentor in der Budapester Straße
[ Map - Gay Night at the Zoo ]
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|  23. Juni 2012
Berlin Gay Pride – CSD Berlin 2012: dieses Jahr unter dem Motto ›Wissen schafft Akzeptanz‹.
An diesem 23. Juni ist auch der 100. Geburtstag von Alan Turing, dem der Berliner CSD im besonderen gedenkt. Alan Turing hatte mit der Entschlüsselung des Enigma-Codes der Nazis einen hohen persönlichen Anteil an der Beendigung des 2. Weltkrieges, wurde dann aber in den 1950er Jahren in Großbritannien wegen seiner Homosexualität verfolgt, misshandelt und in den Selbstmord getrieben. Erst 55 Jahre später hat sich Großbritannien dafür offiziell entschuldigt.

Video: CSD Berlin 2010 [open video][close video]

|  7.  –  9. September 2012
Folsom Europe 2012: internationales Leder- und Fetisch-Wochenende mit Straßenfest am Samstag Nachmittag und jeder Menge Partys von Freitag bis Sonntag. Mit Abstand das größte schwule Fetisch-Event in ganz Europe.

Video: Folsom Berlin 2009 – Straßenfest [open video][close video]

Queer durch Berlin

Berlin Gay Pride - CSD

Aus slawischen Siedlungen hervorgegangen und vor 770 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, wurde Berlin 1701 Hauptstadt des Königreichs Preußen und 1871 deutsche Reichshauptstadt. Preußen wurde zwar schon von 1740 bis 1786 von einem schwulen König regiert (Friedrich II.), doch Berlins schwule Karriere begann erst hundert Jahre später. In den 1920er Jahren (den ›Goldenen Zwanzigern‹) galt Berlin bereits als die Metropole in Europa mit der lebendigsten und vielseitigsten schwulen Subkultur. Dies fand 1933 mit der Machtübergabe an Hitler ein jähes Ende. (Für die Tausenden schwulen Opfer des Nazi-Regimes wurde 2008 in Berlin ein Denkmal eingeweiht – lange überfällig nach über 60 Jahren und leider schon mehrfach Ziel von Anschlägen. Karte: Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde Berlin zu einer geteilten Stadt: West-Berlin wurde von den USA, Großbritannien und Frankreich kontrolliert, Ost-Berlin von der Sowjetunion. West-Berlin wurde trotz seiner Insellage inmitten der kommunistisch regierten DDR wieder zur schwulen Metropole Deutschlands. Nicht nur wegen der Größe der Stadt mit etwa 3 Millionen Einwohner, sondern zum Teil auch, weil sich viele junge Männer der Wehrpflicht in der BRD durch Umzug nach West-Berlin entzogen. Nach der Legalisierung homosexueller Kontakte 1969 wuchs die Gay-Szene in West-Berlin rasch an und es entwickelte sich eine aktive Schwulenbewegung.

Ost-Berlin wiederum war Anziehungspunkt für viele Schwule in der DDR. Die juristische Situation der Schwulen in der DDR war die fortschrittlichste innerhalb des Ostblocks, ein Recht zur Organisierung von schwulen Interessenvertretungen aber gab es in dem autoritären Staat freilich nicht. Toleriert wurde nur eine kleine und meist verborgene Schwulen-Szene in einigen Bars, Kneipen und Parks. Ab Mitte der 1980er Jahre verbesserte sich die Situation deutlich und Höhepunkt dieser Entwicklung war der Film ›Coming Out‹ – dessen Premiere ironischerweise in der Nacht stattfand, als in Berlin die Mauer geöffnet wurde und die Wiedervereinigung Berlins ihren Anfang nahm.

2001 wurde mit Klaus Wowereit erstmals ein offen schwuler Politiker zum Oberbürgermeister von Berlin gewählt. Um dem geplanten Outing durch seine konservativen Gegner im Wahlkampf zuvorzukommen, outete er sich selbst mit dem kultgewordenen Satz ›Ich bin schwul, und das ist auch gut so‹.

Traditionelle Schwulenviertel in Berlin sind Schöneberg (wo es schon in den 1920er Jahren Ballhäuser für Männer gab) und Kreuzberg, beide im Westen der Stadt, sowie der Prenzlauer Berg im Osten. Nach dem Mauerfall entstanden zudem auch in Mitte und Friedrichshain eine ganze Reihe von Bars und großen Clubs.

Zu den schwulen Höhepunkten im Jahr gehören das Berlinale-Filmfestival im Februar (inkl. Queer Film Award Teddy), das Fetischtreffen über Ostern, das schwul-lesbische Straßenfest in Berlin-Schöneberg und der CSD im Juni sowie Folsom Europe im September.