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Von den fast 5,5 Millionen Einwohnern in Dänemark leben ungefähr eine halbe Million in der Hauptstadt Kopenhagen und ca. 1,2 Millionen im Ballungsgebiet von Kopenhagen. Die meisten Dänen sprechen gut Englisch, was es sehr einfach macht, als Tourist in Kopenhagen klarzukommen. Und die nüchterne und distanzierte Haltung der Dänen gegenüber religiösen Eiferern, die das Leben anderer Menschen beurteilen und beeinflussen wollen, haben Kopenhagen zu einem Ort gemacht, an dem schwule Einwohner und Besucher willkommen sind.
Es überrascht daher auch nicht, dass die offizielle Tourismus-Website
für Kopenhagen mit dem schwulen Leben in Kopenhagen wirbt:
›Bereits 1948 wurde Dänemarks Nationale Schwulen- und Lesbenvereinigung LBL
gegründet, die erste Organisation dieser Art weltweit. Und 1989 war Dänemark
das erste Land in der Welt, das die Ehe zwischen zwei Menschen gleichen
Geschlechts gesetzlich anerkannte. Seit 1999 können verheiratete Schwule auch
die Kinder ihres Partners adoptieren. Kopenhagen hat eine lange Tradition
als tolerante Stadt für schwule Dänen wie auch ausländische Besucher.
Die erste schwule Bar, Centralhjørnet, öffnete bereits vor mehr als 80 Jahren
und ist noch immer ein fester Bestandteil der schwulen Szene in der Stadt
– zusammen mit zahlreichen neueren Cafés und Bars.‹
Nach den Eurogames in 2003 war Kopenhagen zudem erfolgreicher Gastgeber der 2. Gay World Outgames im Sommer 2009 – das größte sportliche und kulturelle Ereignis, das die Stadt je erlebt hat. Jährlicher schwuler Höhepunkt in Kopenhagen ist das Gay Pride Festival (CSD) im August.
Das schwule Leben in Kopenhagen ist in das Leben der ganzen Stadt sehr gut integriert und Schwule können eigentlich fast überall ausgehen. Aber es gibt natürlich auch einige spezielle Locations. Die meisten der schwulen Bars und Clubs befinden sich im Stadtzentrum in der Nähe der bekannten Einkaufsmeile Strøget und sind nur wenige Minuten zu Fuß voneinander entfernt.
Die meisten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen liegen sehr nahe beieinander – man benötigt kein Auto und meistens auch nicht mal öffentliche Verkehrsmittel. Von Mai bis November kann man sich sogar an einem der 110 Citybike-Stellplätze in der ganzen Stadt kostenlos ein Fahrrad ausleihen.