Wien Gay Guide 2014

Termine, Partys & Events in Wien

|  28. Juni  –  31. August 2014
Musikfilm-Festival am Rathausplatz: Hits aus Klassik, Oper, Ballett und moderner Musik auf einer Riesenleinwand vor der Kulisse des beleuchteten Rathauses.
Mit internationalen kulinarischen Angeboten täglich ab 11:00, Filmbeginn jeweils
bei Einbruch der Dunkelheit, ca. 21:00. Eintritt frei.
[ Map - Musikfilm-Festival am Rathausplatz ]
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|  6. September 2014
Cage: Gay-House- & Pop-Party mit DJ AleXio, Gerald van der Hint, Alessandro Caruso und Tamara Mascara. Eintritt: 8–10 €
23:00 – 06:00 @ Camera Club (Neubaugasse 2) [ Map - Cage @ Camera Club ]
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|  13. September 2014
Gate: neue riesige Gay-Party in Wien, mit internationalen DJs und Gogo-Tänzern Eintritt: 16–20 €
Ab 23:00 @ Planet.tt Gasometer (Guglgasse 8) [ Map - Gate @ Planet.tt Gasometer ]
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|  3. Oktober 2014
Rosa Wiener Wiesn-Fest: Abend für die schwul-lesbische Szene auf dem Wiener Wiesn–Fest (25. September – 12. Oktober 2014). Tickets: 48–60 €
Ab 18:30 @ Wojnar's Kaiserzelt (Kaiserwiese, Prater 90) [ Map - Rosa Wiener Wiesn-Fest @ Wojnar's Kaiserzelt ]
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|  11. Oktober 2014
The Circus: großes Gay-Partyspektakel mit Shows und internationalen DJs, u.a. Juseph León, Alexio und David Leroy. Eintritt: 16–20 €
23:00 – 06:00 @ Arena (Baumgasse 80) [ Map - The Circus @ Arena ]

Video: The Circus Oktober 2011 [open video][close video]

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|  23. Mai 2015
Eurovision Song Contest 2015: großes Finale des 60. jährlichen Eurovision Song Contest in Wien.
|  16.  –  21. Juni 2015
Vienna Pride 2015: mit der traditionellen Regenbogenparade im Zentrum von Wien am Samstag, 20. Juni, vom Rathausplatz über die Wiener Ringstraße zurück zum Rathausplatz, wo dann im Pride Village weitergefeiert werden kann. [ Map - Vienna Pride 2015 ]
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Queer durch Wien

Im öffentlichen Leben Wiens spielen Schwule schon seit Jahrhunderten eine prominente Rolle. Der vielleicht berühmteste Schwule in der österreichischen Geschichte war Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736), der mit seinem Heer Wien von der türkischen Belagerung befreite und die Osmanen bis auf den Balkan zurückdrängte. Doch nicht nur auf dem Schlachtfeld war Prinz Eugen ausschließlich von Männern umgeben, auch privat pflegte er intimen Umgang mit dem eigenen Geschlecht, was bereits zu seinen Lebzeiten bekannt war. Trotzdem konnte er seine Karriere und seine Machtstellung unter drei verschiedenen Kaisern ausbauen. Auch heute noch sind seine Spuren in Wien allgegenwärtig, zum Beispiel sein berühmtes Sommerpalais, das barocke Schloss Belvedere.

Dem letzten Kaiser, unter dem Prinz Eugen diente, Karl dem VI., wird eine intime Beziehung zu Graf Michael Johann III. Althan nachgesagt, den der verschlossene und verschrobene Monarch als einen der wenigen bei Hofe an sich heranließ. Als Althan 1722 starb, erinnerte sich der trauernde Kaiser daran, dass er ihn ›19 Jahr inniglich gelibt in wahrer Freundschaft‹. Unter Karls Regentschaft blühte Wien auf, die Karlskirche wurde errichtet, Schloss Schönbrunn und die Hofburg wurden ausgebaut und zahlreiche barocke Prunkbauten entstanden.

Kopfschmerzen bereiteten Kaiser Franz Josef nicht nur Regierungsgeschäfte, sondern sicher auch sein schwuler jüngerer Bruder, Erzherzog Ludwig Viktor (1842–1919), von seinen Freunden liebevoll ›Luziwuzi‹ genannt. Luziwuzi war bei Hofe für seine spitze Zunge und seine Fummel allgemein bekannt. Bei einem seiner regelmäßigen Besuche im ›Centralbad‹ (der heutigen Kaiserbründl-Sauna) sorgte er für einen handfesten Skandal, als er von einem Offizier, dem er sich anzüglich genähert hatte, geohrfeigt wurde.

Zu Wiens schwulen Prominenten gehören auch die Architekten des Opernhauses, Eduard van der Nüll (1812–1868) und August Sicard von Sicardsburg (1813–1868). Auch die mit Wien so eng verwobene Musik ist nicht frei von Queerschlägern. Der Komponist Franz Schubert (1797–1828) war dafür bekannt, Frauenkontakte eher zu scheuen. Dafür lebte er über zwei Jahre mit seinem als schwul bekannten Textdichter Johann Baptist Mayrhofer zusammen. Die Zuneigung der beiden schlug sich in mehreren Liedtexten Mayrhofers für Schuberts Kompositionen nieder sowie in einer leider nur Fragment gebliebenen Oper mit dem Titel ›Adrast‹.

Der Mittelpunkt der heutigen schwulen Szene ist das Wiener Lesben- und Schwulenhaus an der Linken Wienzeile, die sogenannte ›Rosa Lila Villa‹, kurz Villa, wo sich schwule Touristen wie Einheimische informieren und Rat holen können. Café Willendorf im Erdgeschoss der Villa ist ein moderner und beliebter Treffpunkt der Wiener Szene. Die meisten anderen schwulen Bars und Clubs befinden sich unweit der Villa, entlang der Linken und Rechten Wienzeile.

Zu den schwulen Höhepunkten im Jahr gehören der Regenbogenball und der Rosenball im Winter, der Wiener Bärenkongress im Frühjahr, die weltbekannte Aids-Benefiz-Veranstaltung Life Ball im Mai, das queere Filmfestival identities im Juni, die Regenbogenparade (Wiener CSD) im Juli und das Ledertreffen ›Wien in Schwarz‹ im Oktober.

(Dieser Text basiert auf einem Artikel von Robert Kastl.
Die Rechte liegen beim Wiener Tourismusverband.)