Rainbow Gay Tours Berlin

Berlin Gay Guide & Map 2019

Events & Termine in Berlin RSS-Feed Berlin - Gay Events, Partys und Termine

|  15. November  –  23. Dezember 2019
Christmas Avenue Berlin: neuer LGBT*-Weihnachtsmarkt in Berlin-Schöneberg. Winzerglühwein, Bühnenprogramm u.v.m.
@ Nollendorfplatz
|  29. November  –  1. Dezember 2019
13th International Gay Basketball Tournament: veranstaltet vom schwul-lesbischen Sportverein Vorspiel SSL Berlin e.V.
@ Sporthalle Münchener Straße (Münchener Straße 49)
|  12. Dezember 2019
Schlau #10: gemischte Techno- und House-Party mit Resident-DJ Serio und Gast-DJs.
Eintritt: ~10 €
Ab 24:00 @ ://about blank (Markgrafendamm 24 c)
|  13.  –  17. Januar 2020
Berlin Fashion Week 2020: Modenschauen und Messen für junge wie etablierte internationale Designer und Talente. Findet zweimal im Jahr statt.
|  20. Februar  –  1. März 2020
Berlinale 2020: die jährlich im Februar stattfindenden Internationalen Filmfestspiele Berlin (kurz ›Berlinale‹) gehören zu den bedeutendsten und größten Filmfestivals in Europa und weltweit.
|  28. Februar 2020
TEDDY Award 2020: der jährliche queere Filmpreis im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale). Mit Preisverleihung (21:00) und After-Show-Party (ab 23:30).
Ab 19:00 @ Volksbühne (Rosa-Luxemburg-Platz)
|  4.  –  8. März 2020
Internationale Tourismus-Börse (ITB) Berlin 2020: die weltweit größte jährliche Messe der Tourismusbranche. Seit 2010 auch mit einem LGBT Travel Pavilion.
Mittwoch bis Freitag nur für Fachbesucher.
10:00 – 18:00 @ Messegelände (Berlin ExpoCenter City)
|  25.  –  28. Juni 2020
Bear Summer Berlin 2020: jährliches Bärentreffen mit Party, Bars, Brunch, Barbecue u.v.m.
|  18.  –  19. Juli 2020
28. Lesbisch-schwules Stadtfest: jährliches Straßenfest im schwulen Kiez von Berlin-Schöneberg zwischen Motzstraße und Fuggerstraße.
Samstag 11:00 – 23:00, Sonntag 11:00 – 21:00
|  25. Juli 2020
CSD Berlin 2020: Parade ab 12:00 vom Kurfürstendamm via Nollendorfplatz und Siegessäule zum Brandenburger Tor, wo dann die große Abschlussveranstaltung stattfindet.

Queer durch Berlin

CSD Berlin

Aus slawischen Siedlungen hervorgegangen und vor 770 Jahren erstmals urkundlich erwähnt, wurde Berlin 1701 Hauptstadt des Königreichs Preußen und 1871 deutsche Reichshauptstadt. Preußen wurde zwar schon von 1740 bis 1786 von einem schwulen König regiert (Friedrich II.), doch Berlins schwule Karriere begann erst hundert Jahre später. In den 1920er Jahren (den ›Goldenen Zwanzigern‹) galt Berlin bereits als die Metropole in Europa mit der lebendigsten und vielseitigsten schwulen Subkultur. Dies fand 1933 mit der Machtübergabe an Hitler ein jähes Ende. (Für die Tausenden schwulen Opfer des Nazi-Regimes wurde 2008 in Berlin ein Denkmal eingeweiht – lange überfällig nach über 60 Jahren und leider schon mehrfach Ziel von Anschlägen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde Berlin zu einer geteilten Stadt: West-Berlin wurde von den USA, Großbritannien und Frankreich kontrolliert, Ost-Berlin von der Sowjetunion. West-Berlin wurde trotz seiner Insellage inmitten der kommunistisch regierten DDR wieder zur schwulen Metropole Deutschlands. Nicht nur wegen der Größe der Stadt mit etwa 3 Millionen Einwohnern, sondern zum Teil auch, weil sich viele junge Männer der Wehrpflicht in der BRD durch Umzug nach West-Berlin entzogen. Nach der Legalisierung homosexueller Kontakte 1969 wuchs die Gay-Szene in West-Berlin rasch an und es entwickelte sich eine aktive Schwulenbewegung.

Ost-Berlin wiederum war Anziehungspunkt für viele Schwule in der DDR. Die juristische Situation der Schwulen in der DDR war die fortschrittlichste innerhalb des Ostblocks, ein Recht zur Organisierung von schwulen Interessenvertretungen aber gab es in dem autoritären Staat freilich nicht. Toleriert wurde nur eine kleine und meist verborgene Schwulen-Szene in einigen Bars, Kneipen und Parks. Ab Mitte der 1980er Jahre verbesserte sich die Situation deutlich und Höhepunkt dieser Entwicklung war der Film ›Coming Out‹ – dessen Premiere ironischerweise in der Nacht stattfand, als in Berlin die Mauer geöffnet wurde und die Wiedervereinigung Berlins ihren Anfang nahm.

2001 wurde mit Klaus Wowereit erstmals ein offen schwuler Politiker zum Oberbürgermeister von Berlin gewählt. Um dem geplanten Outing durch seine konservativen Gegner im Wahlkampf zuvorzukommen, outete er sich selbst mit dem kultgewordenen Satz ›Ich bin schwul, und das ist auch gut so‹.

Traditionelle Schwulenviertel in Berlin sind Schöneberg (wo es schon in den 1920er Jahren Ballhäuser für Männer gab) und Kreuzberg, beide im Westen der Stadt, sowie der Prenzlauer Berg im Osten. Nach dem Mauerfall entstanden zudem auch in Friedrichshain einige Bars und Clubs.

Zu den schwulen Höhepunkten und Events im Jahr gehören das Berlinale-Filmfestival im Februar (inkl. Queer Film Award Teddy), das schwul-lesbische Straßenfest in Berlin-Schöneberg und der CSD Berlin im Juli sowie Folsom Europe im September.