Budapest Gay Guide & Map 2020

Events & Termine in Budapest

|  18. Januar 2020
Half Pride: Benefiz-Party zugunsten von Budapest Pride.
Eintritt: 1500 HUF
22:00 – 04:00 @ Anker't (Paulay Ede utca 33)
|  25. Januar 2020
Persephone & OMOH present: Jacob Meehan: gemeinsame queer-inklusive Electro-Party von Persephone und OMOH, unter anderem mit DJ Jacob Meehan (Buttons, Berlin).
Eintritt: 2000-2500 HUF
Ab 23:00 @ LÄRM (Akácfa utca 51)
|  13.  –  16. Februar 2020
Budapest Bear Weekend 2020: jährliches Bärentreffen in der ungarischen Hauptstadt, inkl. Wahl zum Mr. Bear Hungary.
|  3.  –  19. April 2020
Budapesti Tavaszi Fesztivál – Budapest Spring Festival 2020: jährliches Musik- und Kunst-Festival in der ungarischen Hauptstadt. Klassische Musik, Jazz, Theater, Tanz, Ausstellungen u.v.m.
|  5.  –  11. August 2020
Sziget Festival 2020 – The Island of Freedom: riesiges jährliches Musik- und Kulturfestival auf der Óbuda-Insel im Norden von Budapest. Rock, Pop, Indie, Electro und Aktivitäten aller Art, darunter Sport, Tanz und Kino. Mit über 1000 Konzerten, Shows und Performances auf 60 Bühnen und Plätzen ist es eines der größten und beliebtesten Musik-Festivals in Europa.
@ Óbudai-sziget (Óbuda Insel)
|  20. August 2020
Szent István ünnepe – Tag des Hl. Stephan: ungarischer Nationalfeiertag in Erinnerung an die Gründung des ungarischen Staates und seines ersten Königs. Feierlichkeiten und Aktivitäten den ganzen Tag und als abschließender Höhepunkt das eindrucksvolle Feuerwerk an der Donau gegen 21:00.

Queer durch Budapest

Die ungarische Hauptstadt Budapest, malerisch an der Donau gelegen und mit einem vielfältigen architektonischen und kulturellen Erbe der wechselvollen, Jahrhunderte alten Geschichte, gehört zu den zwanzig beliebtesten Reisezielen in Europa.

Das Stadtbild von Budapest ist geprägt von Einflüssen aus vielen Teilen und Epochen Europas – von der Türkei der Osmanerzeit über das Wien der Habsburger bis zu englischer Ingenieurskunst aus dem Industriezeitalter und dem Ruinen-Chic aus dem postkommunistischen Berlin der Jahrtausendwende.

Zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören zum Beispiel der Burgpalast und das Parlamentsgebäude, Fischerbastei und Matthiaskirche, die Széchenyi-Kettenbrücke und der Andrássy-Boulevard, die drittälteste U-Bahn-Linie der Welt und nicht zuletzt die jetzt trendigen sogenannten Ruinenkneipen.

Eine besondere Attraktion für Einwohner und Touristen in Budapest sind auch die zahlreichen Thermalbäder in historischer Architektur. Schon die alten Römer und später vor allem die Türken nutzten die Thermalquellen, die es wegen der Lage der Stadt auf einer geotektonischen Bruchstelle hier so zahlreich gibt.

Unsere Vorstellungen über das queere Leben in Budapest sind heutzutage vor allem vom Aufschwung rechtsnationaler und rechtsextremer Parteien in Ungarn seit Ende der 1990er Jahre geprägt. Viktor Orbán und seine offen homophobe und antiliberale national-konservative Partei Fidesz regieren das Land seit 2010. Populisten und anti-queere Eliten aus ganz Europa geben sich hier inzwischen die Klinke in die Hand.

Bei genauerem Hinsehen ergibt sich allerdings ein etwas differenzierteres Bild. Homosexuelle Handlungen wurden in Ungarn bereits 1961 entkriminalisiert, also einige Jahre früher als in vielen westlichen Ländern. In den 1980er Jahren war Budapest ein Mekka für reisefreudige Schwule aus der DDR und anderen Ländern in Ost und West. Seit 1997 findet jährlich der Budapest Pride statt. 2012 war Budapest Austragungsort der EuroGames, dem europäischen Sportgroßereignis der LGBTQ-Community. Die Zustimmungswerte in der ungarischen Bevölkerung zu eingetragener Partnerschaft und gleichgeschlechtlicher Ehe sind in den letzten Jahren stark angestiegen – trotz der anti-queeren Propaganda von Regierung und rechten Parteien. Als ungarische Hauptstadt mit über 1,7 Millionen Einwohnern weist Budapest zwar nur eine relativ kleine, aber doch aktive schwule Szene auf, die heute von Bars und Saunen bis zu queeren Pop-Partys und progressiven Techno-Events reicht.