Madrid Gay Guide & Map 2020

Events & Termine in Madrid

|  22.  –  26. Januar 2020
FITUR – Feria Internacional de Turismo 2020: eine der bedeutendsten und größten Tourismus-Messen weltweit, inkl. vieler Aussteller und Angebote für LGBTIs.
@ IFEMA – Feria de Madrid (Avenida Partenón)
|  24. Januar 2020
Same Bitches: queere Techno-Party aus Berlin, mit DJ Bloody Mary, Handmade und VCO.
Eintritt: ab 18 €
Ab 24:00 @ Camino de Hormigueras 175
|  22. Mai 2020
Werq The World 2020: die Stars aus RuPaul's Drag Race mit ihrer neuen Show auf Tour in Madrid.
@ Palacio Vistalegre (C. Utebo 1)
|  19.  –  21. Juni 2020
XII Juegos del Orgullo: jährliches offenes LGBTI-Sportturnier, unter anderem mit Fußball, Volleyball und Basketball.
|  27. Juni  –  5. Juli 2020
Madrid Gay Pride 2020: die Parade am Samstag Abend, 4. Juli, ist der mit Abstand größte und bunteste CSD in Spanien mit Tausenden internationalen Besuchern und eine der größten Paraden in ganz Europa. Heißt in Spanien Madrid Orgullo (kurz 'Mado', Orgullo ist das spanische Wort für Pride).
|  12. Oktober 2020
Fiesta Nacional de España: der spanische Nationalfeiertag.
Bars, Clubs, Shops usw. haben in der Regel Öffnungszeiten wie am Sonntag und in der Nacht davor wie Samstag Nacht.
|  2.  –  9. Dezember 2020
Mad.Bear 2020: jährliches internationales Bären-Treffen in Madrid, jeweils um die beiden Feiertage 6. und 8. Dezember herum.

Queer durch Madrid

Madrid

Die spanische Hauptstadt Madrid ist mit 3,2 Millionen Einwohnern die drittgrößte Metropole der Europäischen Union. Der Aufstieg der Stadt begann im 16. Jahrhundert unter der spanischen Linie der Habsburger, als Philipp II. den königlichen Hof nach Madrid verlegte. Karl III. trug im 18. Jahrhundert viel zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt bei, indem er die öffentliche Infrastruktur grundlegend modernisierte.
Im Spanischen Bürgerkrieg 1936-1939 erlitt Madrid durch Bombardierungen schwere Zerstörungen. Nach dem Ende der Franco-Diktatur 1975 entstand in Madrid die Movida Madrileña, eine hedonistische Kulturbewegung, die alles Schrille und Moderne feierte. Zu ihrem international bekanntesten Vertreter wurde Pedro Almodóvar. Auch heute noch ist Madrid eine Metropole für Party-Jünger aus ganz Europa, ist ursprünglicher, ›spanischer‹ und weniger touristisch wie das hippere und modischere Barcelona, die große katalanische Konkurrentin im Nordosten Spaniens.

Auch was das kulturelle Angebot betrifft, braucht sich Madrid nicht hinter Barcelona zu verstecken. Mit dem Museo del Prado besitzt die Stadt eines der wichtigsten Kunstmuseen der Welt, in dem klassische Kunst bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ausgestellt ist, darunter bedeutende Werke von Velázquez, El Greco, Botticelli, Bosch und Goya. Das Museo Reina Sofía wiederum zeigt moderne Kunst ab Mitte des 19. Jahrhunderts, unter anderem Werke von Dalí, Miró und Picasso.

2005 gab sich Spanien eine der fortschrittlichsten Gesetzgebungen weltweit in Bezug auf Antidiskriminierung und gleichgeschlechtliche Ehen. Daher wurde der spanischen Hauptstadt auch die Austragung des EuroPride 2007 zugesprochen – und anderthalb Millionen Besucher erlebten die wohl größte, bunteste und heißeste Gay Pride Parade, die es je in Europa gegeben hat. 2017 fand dann in Madrid der große WorldPride statt.

Zu den jährlich stattfindenden schwulen Höhepunkten und Events in Madrid gehören das der Madrid Gay Pride (CSD) Anfang Juli, das Filmfestival LesGaiCineMad im Herbst, das internationale Bären-Treffen Mad.Bear im Dezember und das New Year Party Festival um Silvester.

Das schwule Epizentrum Madrids befindet sich seit vielen Jahren im Stadtteil Chueca, einst ein heruntergekommenes Rotlicht- und Drogenviertel, in dem heute Schwule, Lesben und Heteros gleichermaßen gerne shoppen, ausgehen, Freunde zum Essen treffen, feiern und irgendwann am frühen Morgen nach Hause gehen.